Landesbanken BayernLB erwartet 5-Milliarden-Verlust
München - Die von der Finanzkrise gebeutelte BayernLB hat im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von etwa fünf Milliarden Euro verkraften müssen. Das sagte BayernLB-Chef Michael Kemmer der "Börsen-Zeitung".
Logo der BayernLB: Radikale Neuausrichtung
Foto: DDPIm Oktober hatte die Bank noch einen Fehlbetrag von drei Milliarden Euro für das Gesamtjahr hochgerechnet, doch hatte Kemmer bereits angedeutet, dass Deutschlands zweitgrößte Landesbank auch noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht sein könnte. Die BayernLB kämpft wegen der Finanzkrise mit Milliardenbelastungen. Mit einer radikalen Neuausrichtung und dem Abbau Tausender Arbeitsplätze will Kemmer die Bank wieder auf Kurs bringen.
Erst im Dezember hatte der Landesbank-Vorstandschef mitgeteilt, dass von den weltweit rund 19.200 Stellen bei der BayernLB 5600 bis zum Jahr 2013 gestrichen werden. Bereits bekannt ist auch, dass der Freistaat die Landesbank mit einem milliardenschweren Hilfspaket vor dem finanziellen Kollaps retten muss. Das Institut benötigt insgesamt rund 31 Milliarden Euro an Garantien und Geldmitteln.
Kern des Pakets ist eine Finanzspritze Bayerns von zehn Milliarden Euro. Außerdem schirmt der Freistaat faule US-Immobilienpapiere mit knapp fünf Milliarden Euro ab. Der Bund stellt Garantien von 15 Milliarden Euro für den Handel zwischen den Banken bereit.