Langer Winter: Gaswirtschaft greift auf Reserve zurück - DER SPIEGEL
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Langer Winter Gaswirtschaft greift auf Reserve zurück

Die lang anhaltende Kälte macht der deutschen Gaswirtschaft offenbar zu schaffen. Um alle Vertragskunden zu beliefern, mussten die Versorger laut einem Zeitungsbericht die Vorratslager anzapfen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Wie Branchenvertreter der "Berliner Zeitung" bestätigten, mussten Gas-Unternehmen zusätzlich zu den Importen aus Russland, Norwegen und den Niederlanden in großem Umfang auf die in Speicheranlagen vorgehaltenen Erdgas-Reserven zurückgreifen. Nur so konnte demnach die Versorgung der Vertragskunden gewährleistet werden.

Zu Beginn des Winters seien diese Anlagen, in denen Erdgasmengen von bis zu 20 Prozent des deutschen Jahresbedarfs gespeichert werden können, nach Angaben der Gaswirtschaft prall gefüllt gewesen. Von diesen Vorräten seien mittlerweile knapp 70 Prozent verbraucht.

Um diese Speichervorräte zu schonen, habe der Branchenführer E.on-Ruhrgas Anfang Februar die Gaslieferungen an solche Kunden vorübergehend eingestellt, gegenüber denen keine vertragliche Versorgungspflicht bestand, schreibt das Blatt. Diese Maßnahme wirke sich nun positiv aus.

Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie die Versorgung der Haushalte und der Industriekunden auch in den nächsten Wochen ohne Abstriche gewährleisten könnten. Auswirkungen auf die Preise hat die aktuelle Erdgas-Knappheit in Deutschland nicht, da die Konditionen in langfristigen Lieferverträgen festgeschrieben sind.

suc/ddp