Langzeitprognose: Unwetterschäden in Billionen-Höhe - DER SPIEGEL
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Langzeitprognose Unwetterschäden in Billionen-Höhe

Die Schäden durch die Hochwasser in Süddeutschland könnten ein Vorgeschmack auf größere Katastrophen sein. Entsprechend erwarten Experten des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung in den nächsten Jahrzehnten enorme Kosten durch extreme Wetterlagen.
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Berlin - "Erhöht sich die Temperatur weiter, werden Naturkatastrophen in Deutschland bis zum Jahr 2050 Schäden in Höhe von zwei Billionen Dollar anrichten", sagte die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, heute der Nachrichtenagentur Reuters. Allein im Jahr 2050 entstünden nach ihren Berechnungen Schäden von 137 Milliarden Dollar.

Grundlage der DIW-Berechnungen ist ein weltweiter Temperaturanstieg um durchschnittlich ein Grad Celsius. Mittlerweile ist man in der Forschergemeinde weitgehend überzeugt davon, dass brütend heiße Sommer, sintflutartige Regenfälle und heftige Stürme zumindest mittelbar mit der globalen Erwärmung zusammenhängen.

Als Folge von Unwettern erwartet DIW-Expertin Kemfert, dass Landwirte Flächen nicht mehr bewirtschaften können. Atomkraftwerken drohe in Folge von Hitzeperioden ein Mangel an Kühlwasser. Weitere Schäden könnten durch eine zerstörte Infrastruktur entstehen. "Diese Ausgaben werden der Volkswirtschaft an anderer Stelle fehlen. Die ökonomischen Wachstumseffekte werden so vermindert", warnte Kemfert.

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