Last-Minute-Einigung: Arbeiter stoppen Streik bei GM - DER SPIEGEL
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Last-Minute-Einigung Arbeiter stoppen Streik bei GM

Es ist eine Einigung quasi in letzter Minute - der US-Autoriese General Motors und die Gewerkschaft UAW haben eine vorläufige Vereinbarung über einen neuen Tarifvertrag erzielt. Die Gewerkschaft will den seit Montag andauernden Streik beenden.
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Detroit - Details der Einigung wurden zunächst nicht bekannt. Der Abschluss sehe aber die Bildung eines neuen Gesundheitsfonds für ausgeschiedene GM-Arbeiter vor, teilte das Unternehmen in Detroit mit. Dies ermögliche dem Autobauer seine Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu verbessern. Bisher trägt der Konzern die Gesundheitskosten seiner ausgeschiedenen Arbeiter selbst.

Der Autokonzern hatte sich für die Gründung eines Gesundheitsfonds stark gemacht, um rund 51 Milliarden Dollar (36,1 Milliarden Euro) an Kosten aus den Büchern zu tilgen. Der Konzern muss fast 339.000 Rentner und überlebende Angehörige versorgen.

Arbeiter sollen zudem Bonus- und Abschlagszahlungen erhalten. Die Vereinbarung mit GM   dürfte Vorbild für die Tarifverhandlungen werden, die die Gewerkschaft noch mit den US-Konzernen Ford   und Chrysler führen wird.

Der am Montag begonnene Streik sei ausgesetzt, die Produktion laufe Mittwoch wieder an, teilte der Chef der mächtigen Auto-Gewerkschaft UAW, Ron Gettelfinger, nach dem erneuten Verhandlungsmarathon mit. Gettelfinger gab sich optimistisch, dass die Mitglieder der Vereinbarung mit GM in den nächsten Tagen zustimmen werden.

GM verhandelt seit zehn Wochen mit den Gewerkschaften über eine Senkung der Lohnnebenkosten, die nach Angaben des US-Autobauers deutlich über denen der japanischen Konkurrenz liegen. Die Arbeitnehmervertreter forderten zuletzt Arbeitsplatzgarantien. GM steckt mitten in einer Sanierung, der in Nordamerika Zehntausende Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

mik/Reuters/dpa-AFX/Dow Jones