Lebensmittelkonzern: Danone kauft niederländischen Konkurrenten - DER SPIEGEL
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Lebensmittelkonzern Danone kauft niederländischen Konkurrenten

Expansionskurs bei Danone: Der französische Lebensmittelkonzern kauft seinen niederländischen Konkurrenten Numico. Das Geschäft des Babynahrungsmittelherstellers passt gut ins Konzept - und ist Danone 12,3 Milliarden Euro wert.
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Paris - Danone will dem niederländischen Babynahrungshersteller 55 Euro je Anteilsschein zahlen - und liegt mit seinem Angebot rund 44 Prozent über dem durchschnittlichen Schlusskurs von Numico in den vergangenen drei Monaten. Insgesamt wären das 12,3 Milliarden Euro. "Der Preis, den Danone   heute bietet, spiegelt die ausgezeichnete Qualität und Marktposition von Numico   als einen weltweit führenden Hersteller wider", sagte Danone-Chef Franck Riboud. Mit einem definitiven Abschluss des Geschäfts sei binnen Wochen zu rechnen.

Die Führungsgremien beider Konzerne unterstützten die geplante Transaktion. Aufsichtsrat und Vorstand werden das Angebot von Danone den Aktionären einstimmig zur Annahme empfehlen, hieß es heute aus den Unternehmen. Ein Zusammenschluss mit Danone und die Position von Numico in der vergrößerten Danone-Gruppe dürfte auch in Zukunft das Wachstum sichern, sagte Numico-Chef Jan Bennink. Die Transaktion bezeichnete er als besonders attraktiv für die Aktionäre und die Mitarbeiter von Numico.

Er selbst werde allerdings nach dem geplanten Zusammenschluss mit Danone zurücktreten, sagte Bennink weiter. Unter Bennink hat sich Numico nach Jahren der Restrukturierung neu positioniert und auf das Kerngeschäft konzentriert. Bennink ist 2002 von Danone zu Numico gekommen.

Analysten zufolge passt das Geschäft mit Baby-Nahrung von Numico gut zu Danones Aktivitäten. Die Aktien von Numico hatten im Handelsverlauf um 11,4 Prozent zugelegt, bevor sie angesichts anhaltender Übernahmegerüchte vom Handel ausgesetzt wurden. Numico ist in Europa der größte Hersteller von Babynahrung und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 8,5 Milliarden Euro.

Danone-Chef Riboud sagte, er setze auf gesteigerte Umsätze und Kosteneinsparungen durch Synergien im Zuge der Übernahme. Danone hatte vergangene Woche angekündigt, die Firma könne sich nach mittelgroßen Zukäufen umsehen. Zudem teilten die Franzosen mit, mit Kraft Foods   exklusiv über den Verkauf seiner Kekse-Sparte zu verhandeln.

sam/Reuters/Dow Jones