Lehrstellen: Ausbildungsverträge auf höchstem Stand seit 2001 - DER SPIEGEL
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Lehrstellen Ausbildungsverträge auf höchstem Stand seit 2001

Im vergangenen Jahr haben so viele Auszubildende eine Lehrstelle gefunden wie seit fünf Jahren nicht mehr. Grund zur Erleichterung ist das allerdings nicht, denn auch die Zahl der Schulabgänger ist gestiegen. Vor allem in Ostdeutschland entstehen keine neuen Stellen.
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Wiesbaden - Im vergangenen Jahr schlossen insgesamt 581.600 Jugendliche einen neuen Vertrag im Rahmen des dualen Ausbildungssystems ab. Das waren so viele wie seit 2001 nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. 2001 waren knapp 609.600 neue Verträge im Bereich der gemeinsamen Ausbildung in Berufsschulen und Betrieben gezählt worden.

Nach Einschätzung des Bundesamtes bedeuten diese Zahlen aber noch keine Entwarnung auf dem Ausbildungsmarkt. So hätten seit 2001 rund drei Prozent mehr Absolventen die allgemeinbildenden Schulen verlassen, die Zahl der Ausbildungsangebote sei gleichzeitig aber deutlich zurückgegangen. Dadurch suchten heute mehr Schulabgänger aus früheren Jahrgängen noch einen Ausbildungsplatz.

Weiterhin gibt es auch ein starkes West-Ost-Gefälle: Während es in den westlichen Bundesländern im vergangenen Jahr 4,9 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge gab als im Vorjahr, waren es im Osten trotz großer staatlicher Förderung nur 0,9 Prozent. Mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 20.900 Stellen lag Berlin an der Spitze der ostdeutschen Länder. Diese Steigerung war auch größer als der bundesweite Zuwachs von durchschnittlich vier Prozent. Das deutlichste Plus gab es in Hamburg, wo 7,3 Prozent mehr Schulabgänger eine Ausbildung begannen.

sam/dpa