Leitzinsrunde: Experten erwarten weitere Zinsschritte - DER SPIEGEL
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Leitzinsrunde Experten erwarten weitere Zinsschritte

Eine Gefahr für das Wachstum sieht EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch nach dem erfolgten Zinsschritt nicht. Dagegen will er weiterhin die Entwicklung der Inflation sehr eingehend beobachten - für die Experten ist das fast die Ankündigung einer weiteren Zinsanhebung.
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Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) habe den Leitzins wegen gewachsener Inflationsgefahr erneut um 25 Basispunkte auf drei Prozent angehoben, sagte Trichet heute in Frankfurt. "Wir werden weiter alle Entwicklungen sehr eingehend beobachten, um die Preisstabilität zu sichern", betonte der EZB-Chef. Während die Inflationsrisiken zugenommen hätten, seien die Wachstumsaussichten kurzfristig weiter günstig. Allerdings wiesen geopolitische Spannungen auf längerfristige Wachstumsrisiken hin.

Die Finanzmärkte werten die Äußerungen als Zeichen für weitere Zinserhöhungen. Sobald die EZB die Formulierung "sehr eingehend beobachten" benutzte, erhöhte sie bisher bei der übernächsten Sitzung das nächste Mal die Zinsen, hieß es. Die Anleihenkurse gaben nach, der Euro legte zu.

Die EZB sieht ein stabiles Preisniveau bei Teuerungsraten knapp unter zwei Prozent gesichert. Die Inflationsrate liegt im Euro-Raum seit geraumer Zeit vor allem wegen der hohen Energiepreise einige Zehntel über dieser Grenze.

Seit Ende 2005 hob die EZB den Leitzins in vier Schritten um einen Prozentpunkt an. Der EZB-Rat verringerte dieses Mal den Zeitabstand zwischen zwei Zinsschritten auf zwei Monate. Die Währungshüter sehen angesichts der besseren Konjunktur, hoher Ölpreise und bevorstehender Steuererhöhungen Gefahr für die Preisstabilität heraufziehen.

mik/Reuters

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