Lidl-Erpressung Rentner muss hinter Gitter
Stuttgart - Dreieinhalb Jahre Gefängnis wegen Erpressung der Supermarktkette Lidl: Ein 68-jähriger Rentner ist am Freitag vom Landgericht Heilbronn verurteilt worden. Der Mann hatte gestanden, von dem Unternehmen im Frühjahr vergangenen Jahres 200.000 Euro gefordert und im Oktober ein Glas Gurken mit WC-Reiniger versetzt zu haben. Bei der Geldübergabe war er festgenommen worden.
Der Rentner bereute seine Tat. "Es tut mir leid", sagte er vor Gericht. Er habe wegen Bankschulden Geldsorgen gehabt, zudem habe er vor der Tat mehrere Angehörige verloren. Die Haftstrafe akzeptierte er nach der Urteilsverkündung. Damit ist die Entscheidung rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert. Die Verteidigung hatte in ihrem Plädoyer kein Strafmaß vorgeschlagen. Das Gericht befand den Rentner der versuchten räuberischen Erpressung für schuldig, berücksichtigte jedoch die schwierigen Lebensumstände des Mannes strafmildernd.