Limits erweitern - DER SPIEGEL
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AKTIEN Limits erweitern

• aus DER SPIEGEL 3/1999
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei den derzeit hohen Schwankungen an den Finanzmärkten - insbesondere auf dem bei Kleinanlegern geschätzten Neuen Markt - ärgern sich viele Anleger, die zu enge Verkaufslimits gesetzt haben. Bei Papieren, die nur in geringen Stückzahlen gehandelt werden, droht Aktionären leicht die Gefahr, »ausgestoppt« zu werden: Schon wenige Orders können den Kurs unter das vereinbarte Limit drücken - und dann verkauft die Bank zum nächstmöglichen Preis. Auf diese Weise kann ein erhebliches Minus, bisweilen mehr als zehn Prozent, entstehen. Einen richtigen Schutz gegen dieses Phänomen gibt es nicht, beteuern Frankfurter Wertpapierexperten. Sal.-Oppenheim-Analyst Michael Klein rät, auf liquide, das heißt häufig gehandelte, Werte zu setzen - oder die Stop-Loss-Kurse nicht wie üblich drei bis fünf Prozent unter dem aktuellen Aktienwert zu setzen, sondern die Spanne auf fünf bis zehn Prozent zu erweitern. Fällt die Aktie dennoch unter den Stop-Loss-Kurs, kann der Anleger zumindest sicher sein, einen möglicherweise bevorstehenden Crash nicht mitzumachen. Hat er das Papier insgesamt mit einem Plus verkauft, kann er sich mit einer alten Börsenweisheit trösten: »Von Gewinn-Mitnahmen ist noch niemand arm geworden.«

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