Limonaden-Konzern: Coca-Cola bekommt einen neuen Chef - DER SPIEGEL
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Limonaden-Konzern Coca-Cola bekommt einen neuen Chef

Der größte Limonadenhersteller der Welt bekommt einen neuen Chef: Ab kommenden Sommer leitet Muhtar Kent den Coca-Cola-Konzern. Auf den gebürtigen Türken kommt eine schwierige Aufgabe zu: Er soll im Geschäft abseits der süßen Limonaden zum Konkurrenten PepsiCo aufholen.
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Atlanta - Coca-Cola, der weltgrößte Hersteller von Erfrischungsgetränken   bekommt einen neuen Chef. Der für das operative Tagesgeschäft zuständige Topmanager Muhtar Kent soll am 1. Juli 2008 Neville Isdell ablösen. Dies teilte das Unternehmen heute in Atlanta mit.

Der 63-jährige Isdell ist seit 2004 Konzernchef. Er soll bis zur Hauptversammlung im April 2009 sein zweites Amt als Vorsitzender des Verwaltungsrates behalten. Den Wechsel begründete Coca-Cola mit der Einführung einer neuen Führungsstruktur.

Nachfolger Kent ist seit Dezember vergangenen Jahres der höchste Verantwortliche im Tagesgeschäft ("Chief Operating Officer - COO"). In dieser Funktion führte der 55-Jährige im Mai den bislang größten Zukauf der Konzerngeschichte durch: die Übernahme des Vitaminwasser-Anbieters Glaceau für mehr als vier Milliarden Dollar. Coca-Cola will das Geschäft abseits der süßen Softdrinks noch stärker ausbauen und zu dem auf diesem Feld führenden Konkurrenten PepsiCo aufschließen.

Der in der Türkei geborene Kent kam erstmals 1978 zu Coca-Cola und blieb bis 1998. Anschließend leitete er den großen türkischen Getränkekonzern Efes Beverage Group, der eng mit Coca-Cola zusammenarbeitet. Im Mai 2005 kehrte Kent zum Coca-Cola-Konzern zurück.

Der Getränkeriese mit weltweit mehr als 70.000 Mitarbeitern erzielte 2006 einen Jahresumsatz von 24,1 Milliarden Dollar (16,6 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei 5,1 Milliarden Dollar.

kaz/dpa/AP