Lings Comeback - DER SPIEGEL
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Lings Comeback

• aus DER SPIEGEL 45/1971
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James J. Ling, gestürzter amerikanischer Fusionskünstler, arbeitet an seinem Comeback. Im vergangenen Jahr war er als Chef des von ihm gegründeten texanischen Mischkonzerns Ling-Temco-Vought (LTV; Flugzeugwerke, Kabelfabriken,

Elektronik-Unternehmen) von seinen Gläubigern zum Rücktritt gezwungen worden. Jetzt überraschte Ling Amerikas Geschäftswelt mit neuen Finanz-Coups. Er gründete die Omega-Alpha, Inc. (Ling: »Die Buchstaben symbolisieren das Ende meiner bisherigen Karriere und den Beginn einer neuen") und verkaufte anschließend Omega-Alpha-Aktien im Wert von 25,4 Millionen Dollar an der Börse. Mit diesem Geld »zauberte er neue Kaninchen aus einem alten Hut« (so ein Bankier in Dallas). Er erwarb -- vom LTV-Konzern -- die Okonite Co., Hersteller von Kabeln und Fußbodenbelag, und teilte gemäß seiner alten Erfolgsmethode das Unternehmen in eine Kabel- und in eine Bodenbelag-Firma. Die Anteile der beiden neuen Gesellschaften will er mit Gewinn an der Börse verkaufen und den Erlös zum Ankauf weiterer Firmen verwenden. Ein texanischer Bankier über Lings alte neue Masche: »Er kauft und kauft, bis er wieder auf die Nase fällt.«

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