Lionel Messi: Weltfußballer unter Verdacht
Verdacht der Staatsanwaltschaft Lionel Messi soll Steuern hinterzogen haben
Barcelona - Die spanische Staatsanwaltschaft legt dem Fußballstar Lionel Messi Steuerbetrug zur Last. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch meldete, präsentierte die Sonderstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte ein Klagegesuch gegen den Profi des FC Barcelona und gegen seinen Vater.
Es bestehe der Verdacht, dass der Weltfußballer und sein Vater in ihren Steuererklärungen für die Jahre 2007, 2008 und 2009 mehr als vier Millionen Euro an Steuern hinterzogen hätten. Offenbar hat Messi Teile seines Einkommens über Unternehmen in Steuerparadiesen in Belize und Uruguay abgewickelt. Es geht dabei um Lizenzgebühren für Bildrechte. Das Klagegesuch sei einem Gericht in Messis Wohnsitz in Gavà bei Barcelona vorgelegt worden.
Das Jahresgehalt von Messi bei Barça wird auf 15 Millionen Euro taxiert. Er muss 56 Prozent Steuer zahlen. Seine Werbeeinnahmen sollen mindestens 19 Millionen Euro per annum betragen.
Der heute 25-jährige Messi schaffte bereits mit 18 Jahren den Durchbruch zum internationalen Star. Viermal in Folge wurde er seit 2009 zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Gerüchte über einen möglichen Vereinswechsel wies er stets zurück. "Barcelona ist mein Zuhause, hier wurde ich von Anfang an sehr gut behandelt. Ich habe also keinerlei Veranlassung, woanders hinzugehen."
In dieser Saison führte der Star seinen Club erneut zur Meisterschaft in Spanien. In der Champions League scheiterte der FC Barcelona jedoch im Halbfinale am späteren Sieger FC Bayern München. Der Superstar war angeschlagen und wurde im Rückspiel nicht eingesetzt.