Lionel Messi zu 21 Monaten Haft verurteilt - DER SPIEGEL
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Argentinischer Fußballstar Lionel Messi wegen Steuerbetrugs verurteilt

Ein Gericht in Barcelona hat Lionel Messi und seinen Vater Jorge zu 21 Monaten Haft verurteilt. Ins Gefängnis muss der argentinische Superstar aber wohl trotzdem nicht.
Lionel Messi und sein Vater Jorge
Lionel Messi und sein Vater Jorge

Lionel Messi und sein Vater Jorge

Foto: Alberto Estevez/ dpa
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Ein Gericht in Barcelona hat den argentinischen Fußballstar Lionel Messi zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht befand Messi des Steuerbetrugs in drei Fällen für schuldig, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Auch sein Vater Jorge wurde zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem wurden Geldstrafen verhängt: Messi soll etwa zwei Millionen Euro, sein Vater Jorge 1,5 Millionen Euro zahlen. Gegen das Urteil ist Berufung zum Obersten Gerichtshof Spaniens möglich.

Allerdings ist es wahrscheinlich, dass Messi und sein Vater die Haft nicht antreten müssen. Dies ist in Spanien üblich, wenn gegen Personen, die zuvor nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, eine Haftstrafe unter zwei Jahren verhängt wird. Reaktionen der Betroffenen sowie des FC Barcelona gab es vorerst nicht.

Zwischen 2007 und 2009 soll Messi mithilfe von Vater Jorge und Beratern das spanische Finanzamt um 4,1 Millionen Euro betrogen haben. Es geht um Einnahmen aus Bildrechten. Bei seiner Aussage vor Gericht am 2. Juni hatte Messi versichert, "von nichts eine Ahnung" gehabt zu haben. "Ich habe meinem Vater vertraut", beteuerte er.

Die Staatsanwaltschaft hatte dafür plädiert, das Verfahren gegen den Fußballer einzustellen, weil dieser sich nicht um finanzielle Dinge gekümmert habe. Entgegen der Forderung der Staatsanwaltschaft hatten die Anwälte des Finanzamts aber nicht nur für den Vater, sondern auch für den Fußballer 22 Monate Haft gefordert.

asa/Reuters/AP/sid