Live-Ticker Das Minutenprotokoll der Finanzkrise
+++Bush kündigt neue Initiativen an+++
[23:11] US-Präsident George W. Bush kündigte weitere Initiativen an. Er werde das Problem "frontal" angehen, sagte er. "Wir werden daran arbeiten, eine Strategie zu entwickeln, die es uns ermöglicht, voranzuschreiten." Einzelheiten nannte er allerdings nicht. Ähnlich äußerte sich Finanzminister Henry Paulson. Führende Republikaner und Demokraten im Kongress signalisierten ihre Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen.
+++Briten-Premier Brown äußert sich enttäuscht+++
[22:57] Großbritanniens Premierminister Gordon Brown hat die Entscheidung im US-Repräsentantenhaus als große Enttäuschung bezeichnet. "Wir haben der US-Regierung die Bedeutung eines entschiedenen Handelns übermittelt", sagte Brown am späten Montagabend dem Fernsehsender BBC. Die britische Regierung und die Notenbank seien zu jedem Schritt bereit, der nötig sei, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.
+++Neue Sitzung am Donnerstag+++
[22:19] Das US-Repräsentantenhaus hat nach dem überraschenden Scheitern des Rettungspaketes für die Finanzmärkte und dem dadurch verursachten Schock am Aktienmarkt für Donnerstag eine neue Sitzung einberufen.
+++Dow Jones mit Minusrekord+++
[22:16] Nach der Ablehnung des Hilfspakets hat der Dow Jones das größte Tagesminus in seiner Geschichte verzeichnet. Der Index der New Yorker Börse fiel am Montag 738 Zähler ins Minus und damit so stark wie noch nie innerhalb eines Tages.
+++McCain-Berater gibt Obama Schuld+++
[22:03] Ein ranghoher Politikberater des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain hat Barack Obama und den Demokraten die Schuld für das überraschende Scheitern gegeben. Der demokratische Präsidentschaftskandidat und seine Partei hätten ihre politischen Interessen über diejenigen der USA gesetzt, sagte Doug Holtz-Eakin.
+++Obama erwartet schwierigen Weg aus der Krise+++
[21:36] Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama zeigt sich zuversichtlich. Der Kongress werde einen Ausweg aus der Krise finden, "aber es wird schwierig werden", sagte der Senator am Montag. Sein republikanischer Kontrahent John McCain äußerte sich zunächst nicht zu dem überraschenden Ausgang der Abstimmung im Repräsentantenhaus.
+++Dow im freien Fall+++
[21:22] Anleger am US-Aktienmarkt hat die nackte Angst gepackt. Der Dow-Jones-Index brach am Montag zeitweise um über 700 Punkte ein. Mit einem Minus von zeitweise 705,06 Zählern kam der Verlust fast an den bisherigen Negativrekord heran. Am ersten Handelstag nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war das Börsenbarometer vorübergehend um 721,56 Zähler abgesackt.
+++Börsencrash in Brasilien+++
[21:11] Die internationale Bankenkrise hat an der Börse im brasilianischen São Paulo Panik ausgelöst. Nachdem der Leitindex Bovespa um mehr als zehn Prozent abgesackt war, wurde der Handel kurz vor 15 Uhr Ortszeit ausgesetzt.
+++Zweite Abstimmung über US-Hilfspaket geplant+++
[20:48] Führende Mitglieder des US-Repräsentantenhauses planen Medienberichten zufolge eine zweite Abstimmung über das Hilfspaket. US-Präsident George W. Bush äußerte sich "sehr enttäuscht" über die Ablehnung des Hilfspakets. Er wolle nun mit seinen Beratern über die nächsten Schritte sprechen. Das Land sei in einer schwierigen Krise, die angegangen werden müsse, ließ er über das US-Präsidialamt mitteilen. Sein Sprecher sagte im Fernsehsender CNN, die Regierung sei sehr besorgt um die Märkte.
+++Abgeordnetenhaus lehnt Rettungsplan ab+++
[20:03] Die schlimmsten Befürchtungen der Finanzszene bewahrheiten sich: Das US-Abgeordnetenhaus hat das Notfallprogramm für die Finanzbranche abgelehnt. Experten fürchten weitere schwere Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten. Für ein Inkrafttreten des Programms ist die Zustimmung sowohl des Abgeordnetenhauses als auch des Senats nötig.
+++Sorge um Rettungsplan - Dow bricht um 700 Punkte ein+++
[19:52] Furcht an der Wall Street: Der Dow-Jones-Index bricht um über 700 Punkte ein. Grund waren Sorgen der Anleger, das 700 Milliarden Dollar schwere Paket zur Rettung der der Finanzmärkte könnte scheitern. In Washington hat unterdessen die Abstimmung im Repräsentantenhaus über den zwischen Regierung und Kongress ausgehandelten Kompromiss begonnen.
suc/Reuters/dpa/dpa-AFX/AP/AFP