Liveticker Wo der Streik die Bahn lahm legt
+++ S-Bahnen in Berlin und Hamburg fahren wieder +++
[10.05] Nach dem morgendlichen Lokführerstreik haben die S-Bahnen in Berlin und Hamburg auf dem gesamten Netz wieder den Betrieb aufgenommen. "Auf allen Verbindungen wird wieder gefahren, aber zunächst nicht in der gewohnten schnellen Taktfolge", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. In "wenigen Stunden" solle der S-Bahn-Verkehr aber wieder planmäßig laufen.
+++ S-Bahn-Verkehr in Berlin "stark gestört" +++
[9.10] Der Lokführerstreik hat den Berliner S-Bahn-Verkehr spürbar beeinträchtigt. "Komplett lahmgelegt ist er aber nicht", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Auf der viel befahrenen Stadtbahntrasse in Ost-West-Richtung seien nur noch vereinzelt S-Bahnen unterwegs. Stark gestört sei auch der Verkehr in Nord-Süd-Richtung und auf dem Berliner Ring. Besser sehe es dagegen auf den Strecken in die Außenbezirke aus.
+++ Tarifpartner bleiben hart +++
[8.50] Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagt im ARD-"Morgenmagazin", es gebe eine Chance zur Rückkehr an den Verhandlungstisch. Der Konflikt dürfe nicht länger auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden. Gleichzeitig warf sie der GDL vor, bei den Einkommen der Lokführer mit falschen Zahlen zu operieren. GDL-Vize Claus Weselsky sagte in der Sendung, die Lokführer seien mit ihrer Geduld am Ende. Mögliche Verhandlungen mit der Bahn müssten vor allem die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag und Einkommensverbesserungen berücksichtigen.
+++ "Motivation der Kollegen zum Streik ist groß" +++
[8.30] Der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Norbert Quitter, spricht von einer "großen Motivation der Kollegen zum Streik". Zur Arbeitsniederlegung der S-Bahn-Lokführer in Hamburg sagt er: "Wir setzen hiermit einen Nadelstich. Der Bahnvorstand soll endlich mit der Prozesshanselei aufhören und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen."
+++ Fahrt nur noch bis zum nächsten Bahnhof +++
[8.15] Die vom Streik betroffenen S-Bahnen bleiben nicht auf freier Strecke stehen. Das teilt der Berliner Streikleiter Hans-Joachim Kernchen mit. Die Züge würden in den nächsten Bahnhof einfahren und erst dort für die nächsten zwei Stunden stehen bleiben. "Wir wollen ja die Reisenden nicht in Haft nehmen", sagte Kernchen.
+++ HVV-Kunden dürfen alle Bahnen nutzen +++
[8.05] Die Deutsche Bahn in Hamburg weist darauf hin, dass Fahrgäste mit Fahrkarten des HVV sämtliche Züge der Deutschen Bahn nutzen dürfen, um im Geltungsbereich der entsprechenden Fahrkarte zum Ziel zu kommen. Das gelte auch für ICE-Züge.
+++ Lokführerstreik in Hamburg und Berlin beginnt +++
[8.00] Die GDL hat ihren Streik bei der Berliner und Hamburger S-Bahn im Berufsverkehr begonnen. In Berlin sagt der dortige Streikleiter Hans-Joachim Kernchen auf dem Hauptbahnhof, die ersten Züge seien stehen geblieben. In beiden Städten soll der Ausstand bis 10 Uhr dauern.
+++ 150 Lokführer in Hamburg zum Streik aufgerufen +++
[7.50] In Hamburg bereitet sich die GDL seit dem frühen Morgen auf einen Streik im S-Bahn-Verkehr vor. Die Lokführer wollen ihre Arbeit mitten im Berufsverkehr von 8 bis 10 Uhr niederlegen. In der Hansestadt sind 150 Lokführer zum Streik aufgerufen. Allerdings sind auch verbeamtete Zugführer im Einsatz, so dass trotz Arbeitskampfes einige S-Bahnen voraussichtlich fahren werden.
+++ Berlin: Bahn empfiehlt Regionalzüge +++
[7.45 Uhr] Die Berliner S-Bahn hat für den für heute angekündigten zweistündigen Streik der Lokführer vorgesorgt. Man werde versuchen, den Verkehr so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, sagt ein Bahnsprecher der Nachrichtenagentur dpa. Den Fahrgästen empfiehlt er, notfalls auf die nicht bestreikten Regionalbahnen auszuweichen. Erschwert werde der Versuch, die S-Bahn teilweise fahren zu lassen, durch die kurzfristige Ankündigung des Streiks durch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Es sei deshalb nicht absehbar, wie sich die Verkehrssituation entwickeln werde. Nicht bestreikt werden in Berlin Busse, Straßen- und U-Bahnen.