Warnung des Landeskriminalamts in Bayern Kriminelle legen Bitcoin-Köder auf Bürgersteigen aus
Achtung Betrug: Solche Plastikbeutel werden auf Gehwegen verteilt, sie sind eine Falle
Foto: Dirk Averesch / dpaEinen Plastikbeutel auf dem Gehweg gefunden? Dann Vorsicht – es könnte ein Bitcoin-Köder sein. Die Masche mit den sogenannten Paper-Wallets funktioniert folgendermaßen: Kriminelle legen auf der Straße Plastikbeutel aus, in denen ein Paper-Wallet-Ausdruck samt einem Zahlungsbeleg über 10.000 Euro steckt – beides gefälscht.
Die Beutelchen sollen den Eindruck erwecken, jemand hätte gerade Bitcoins gekauft und verloren. Wenn eine Finderin oder ein Finder dann den QR-Code zum Verkauf der Bitcoin scannt, der auf dem Ausdruck zu finden ist, öffnet sich eine gefälschte Internetseite. Dort sollen zum einen persönliche Daten abgefischt werden. Das Bayerische Landeskriminalamt warnt nun vor dieser Masche.
Daten und Bearbeitungsgebühr werden abgezockt
Vor allem geht es den Betrügern aber darum, eine fiktive Bearbeitungsgebühr einzustreichen. Diese fällt mit rund drei Prozent deutlich höher aus als die bei Bitcoins übliche Handelsgebühr von 0,5 Prozent. Wird die Bearbeitungsgebühr gezahlt, soll angeblich Geld ausgezahlt werden. Das passiert natürlich nicht.
Geldbörsen für Kryptowährungen wie Bitcoins gibt es nicht nur digital in Smartphone-Apps oder auf Speichersticks. Kryptoguthaben kann man auch in Geldbörsen aus Papier verwahren, und zwar in Gestalt eines einfachen Ausdrucks.
Paper-Wallets sind praktisch wie Bargeld
Auf einem Paper-Wallet-Ausdruck stehen der öffentliche und der private Wallet-Schlüssel sowie QR-Codes für Bitcoin-Transaktionen wie Bezahlen oder Handeln. Mit ihnen hält man auch praktisch Bargeld in den Händen. Paper-Wallets druckt man sich daheim aus oder erhält sie an einem speziellen Automaten zum Kauf von Bitcoins.
Wer einen Plastikbeutel mit einem vermeintlichen Paper-Wallet darin findet, sollte diesen bei der nächsten Polizeidienststelle abgeben, rät das Bayerische Landeskriminalamt. Bereits Anfang des Jahres hatte die Landespolizeidirektion Wien vor der Betrugsmasche gewarnt, als verstärkt Fake-Paper-Wallets in der österreichischen Hauptstadt aufgetaucht waren.