Lkw-Verkehr Tiefensee kündigt Mauterhöhung an
Düsseldorf - "Wir streben einen Zeitpunkt Mitte dieses Jahres an", sagte Tiefensee der "Rheinischen Post". Im Gegenzug würden die Spediteure um 250 Millionen Euro entlastet, etwa durch die Absenkung der Kfz-Steuer für Lkw über zwölf Tonnen. "Die Spediteure in Deutschland werden unter dem Strich also nicht höher belastet", erläuterte der Minister.
Nach Angaben einer Sprecherin seines Verkehrsministeriums sei vor der Einführung der Maut ein Maximalwert von 15 Cent pro Kilometer berechnet worden. In die Kalkulation, die für die EU vorgenommen worden sei, seien unter anderem Faktoren wie die deutsche Infrastruktur oder die Zahl der von Lkw in Deutschland gefahrenen Kilometer eingeflossen.
Bisher seien nur 12,4 Cent verlangt worden, weil inländische Unternehmen bereits von anderen Belastungen wie etwa der Kfz-Steuer betroffen seien, sagte die Sprecherin weiter. Wegen der Belastungen würden Maut-Erhöhungen in der Zukunft nur bei einer parallelen Absenkung anderer Belastungen vorgenommen.
In der "Rheinischen Post" kündigte Tiefensee zudem an, für eine weitere Verbreitung der so genannten On Borad Units zu sorgen, um das Mautsystem in Zukunft noch effizienter nutzen zu können. "Wenn tatsächlich alle Lkw eine automatische Erfassung erhalten, könnten wir die Maut nach Zeiten und Orten staffeln - etwa mit höheren Gebühren an Knotenpunkten zu Stoßzeiten. Das brächte eine bessere Verkehrslenkung", sagte Tiefensee.
mik/ddp/AFP