Logistikkonzern: Post steigt mit Plus bei Deutscher Bank aus - DER SPIEGEL
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Logistikkonzern Post steigt mit Plus bei Deutscher Bank aus

Wenige Monate nach ihrem Einstieg bei der Deutschen Bank hat sich die Post wie geplant von ihrer Beteiligung getrennt - und dabei kräftig gewonnen. Hundert Millionen Euro mehr als erwartet seien mehr erlöst worden.
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Bonn - "Sehr zufrieden" zeigte sich Postchef Frank Appel am Montag. Denn die Deutsche Post   hat ihren Acht-Prozent-Anteil an der Deutschen Bank wieder abgestoßen - aus dem Aktienverkauf erlöste sie nach eigenen Angaben hundert Millionen Euro mehr als geplant.

Die Post hatte als Teil des Geschäfts über den Verkauf der Postbank   im März 50 Millionen Deutsche-Bank-Aktien erhalten. Diese Papiere hat die Post nun für insgesamt fünf Milliarden Euro veräußert, teilte der Logistik-Konzern am Montag in Bonn mit. Die Post halte nun keine Aktien der Deutschen Bank mehr.

Die Aktien beider Konzerne gaben am Montag allerdings nach: Die Post AG lag am Nachmittag fast 1,5 Prozent im Minus, die Deutsche Bank  lag sogar rund 2,5 Prozent unter dem Wert von Freitag.

Die Deutsche Post - und damit indirekt auch der Bund als ihr größter Anteilseigner - war Mitte Januar Großaktionär bei der Deutschen Bank geworden. Die Deutsche Bank hatte einen Teil des Pakets von zunächst 22,9 Prozent der Postbank-Aktien in eigenen Papieren aus einer Kapitalerhöhung bezahlt. Allerdings hatte man schon damals vereinbart, dass die Post AG die Deutsche-Bank-Papiere in zwei Schritten ab Ende April beziehungsweise Mitte Juni verkaufen kann.

Das Geschäft galt als brisant, weil der Bund über die staatseigene Förderbank KfW gut ein Drittel der Post-Aktien hält. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte staatliche Hilfen in Folge der Finanzkrise für sein Institut stets abgelehnt.

Die Deutsche Bank hält inzwischen durch Zukäufe die Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie an der Postbank. Weitere 27,4 Prozent erhält sie in drei Jahren aus einer Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post.

Über den verbleibenden Anteil der Post an der Postbank von 12,1 Prozent wurden gegenseitige Optionen über drei beziehungsweise vier Jahre vereinbart. Durch den Verkauf ihres Anteils von insgesamt 62,3 Prozent an der Postbank will sich die Post AG künftig ganz auf den Logistiksektor konzentrieren.

Die Postbank hatte nach eigenen Angaben Ende März 14 Millionen Kunden und verwaltete knapp fünf Millionen Privatgirokonten. Die Zahl der von der Deutsche Bank betreuten Privat- und Geschäftskunden belief sich Ende 2008 laut eigenen Angaben auf rund 14,6 Millionen.

kgp/AP/AFP/ddp

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