London: Börsenfusion stößt auf Widerstand - DER SPIEGEL
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London Börsenfusion stößt auf Widerstand

In Großbritannien wächst die Kritik an der geplanten Fusion der Börsen von Frankfurt und London. Vor allem kleinere Investmentfirmen und Privatanleger befürchten, bei der Zusammenlegung benachteiligt zu werden.
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London - "Wir unterstützen das Konzept, aber wir meinen, dass dieser Deal ziemlich schnell und sehr lückenhaft zusammengeschustert worden ist", sagte John Hall, Direktor der Investmentfirma Brewin Dolphin, dem "Daily Telegraph". Hall bezweifelte, dass die geplante Zusammenlegung der Börsen "ein faires und vernünftiges Geschäft" sei.

In einem von der Zeitung zitierten internen Papier der London Stock Exchange (LSE) gibt die Börse selbst zu, dass es "eine schwierige Aufgabe" sei, die kleineren Firmen von den Vorteilen des Zusammenschlusses zu überzeugen.

"Wie es jetzt aussieht, müssen die Londoner Firmen eine Menge Geld für Verbindungen mit dem neuen Handelssystem ausgeben", sagte Hall. Die beiden Börsen hatten sich entschieden, künftig gemeinsam die Frankfurter Handelsplattform Xetra zu nutzen. Die Londoner Börsenhändler hatten sich jedoch erst kürzlich auf ein neues System der LSE eingestellt, das jetzt abgeschafft wird.

Die Londoner Börse bezeichnete die Kritik als unbegründet. Die Fusionsabsprachen könnten nicht neu ausgehandelt werden. Alle Kritiker sollten jedoch abwarten, bis sie die Details gesehen hätten.