London Mutmaßliches Taliban-Vermögen eingefroren
London - Die britische Regierung hat nach Angaben des Senders BBC Vermögen in Höhe von mehr als 60 Millionen Pfund (190 Millionen Mark) eingefroren, das dem radikal-islamischen Taliban-Regime gehören soll. Ein Teil der Gelder sei bereits vor dem Terroranschlag auf das World Trade Center gesperrt worden. Dabei hatte die Regierung eine Resolution der Vereinten Nationen angewandt, die es erlaubt, Vermögenswerte von Personen einzufrieren, die als Terroristen verdächtigt werden.
Schatzkanzler Gordon Brown soll bei einer Rede vor dem Parteitag der Labourpartei am Montag im Seebad Brighton außerdem harte Sanktionen bestätigen, die es erlauben, Guthaben von Terrorgruppen zu konfiszieren. Brown werde den Delegierten mitteilen, dass Geld lebenswichtig für den Terrorismus sei, hieß es weiter. Außerdem wolle er alle Länder aufrufen, sicherzustellen, dass Terroristen kein Geld bei ihnen verstecken könnten.
Premierminister Tony Blair hatte härtere Gesetze gegen den Terrorismus angekündigt. Darunter sollen unter anderem eine Verschärfung des Asylrechts und eine schnellere Ausweisung fallen. Außerdem soll Geldwäsche für den Terrorismus und den Drogenhandel unterbunden werden können.