Londoner Börse: Nasdaq scheitert mit feindlicher Übernahme - DER SPIEGEL
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Londoner Börse Nasdaq scheitert mit feindlicher Übernahme

Das Börsenunternehmen Nasdaq ist bei dem Versuch einer feindlichen Übernahme der Londoner Börse gescheitert. Die London Stock Exchange hat damit vier Übernahmeversuche in zwei Jahren abgewehrt.
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London - Nasdaq Stock Markets Inc. besitzt bereits 28,75 Prozent der Londoner Börse (LSE). Das Unternehmen hatte insgesamt umgerechnet 4,1 Milliarden Euro geboten, um Anteile zuzukaufen, die insgesamt eine Aktienmehrheit ermöglicht hätten. Nasdaq kann laut dem britischen Gesetz nun in den kommenden 12 Monaten kein neues Angebot mehr machen. Nur 0,41 Prozent zusätzliche Aktien hätte Nasdaq für den gebotenen Preis bekommen.

Bereits im März 2006 war Nasdaq mit einem ersten Angebot für die LSE gescheitert. Eine Verbindung von Nasdaq und LSE hätte das zweitgrößte transatlantische Börsenunternehmen erschaffen.

Nasdaq teilte mit, man sei nach wie vor überzeugt, die gebotenen 1,243 Pence pro Akte seien ein fairer Preis. "Wir sind natürlich unzufrieden mit diesem Ergebnis, da wir weiterhin der Meinung sind, dass das letzte Angebot einen vollständigen und fairen Preis für die LSE-Aktienbesitzer darstellt", sagte Nasdaq-Chef Robert Greifeld. Die LSE-Aktien schlossen am Freitag mit einem Preis von 1,282 Pence. Nasdaq hat für seine bereits gehaltenen LSE-Anteile im Schnitt 1,100 Pence pro Stück bezahlt. Analysten vermuten, man werde diese Anteile zunächst halten.

cis/rtr