Loser-Marken: Briten und Schweden stürzen tief - DER SPIEGEL
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Loser-Marken Briten und Schweden stürzen tief

Eine jahrzehntelange Historie schützt Markenunternehmen nicht vor abrupten Abstürzen, wenn die Konkurrenz wendiger ist. Das mussten in diesem Jahr Alteingesessene aus der Foto-, Nachrichten- und Autobranche erfahren.
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New York - Besonders gravierend gelitten hat der Medien- und Finanzinformationskonzern Reuters. Er verlor rund 1,3 Milliarden Dollar seines Markenwertes, ein Minus von erstaunlichen 28 Prozent. Offenbar hat sich alles gegen Reuters verschworen: Medienkrise, Börsenkrise - und dazu kommt heftige Konkurrenz durch den US-Wettbewerbers Bloomberg.

Auf Rang zwei und drei der größten Verlierer folgen zwei US-Konzerne: Der Fotokonzern Kodak scheint immer noch keine Antwort auf die wachsende Digitalisierung gefunden zu haben. Zu stark ist seine Abhängigkeit von klassischen Filmen. Der Autokonzern Ford wiederum leidet unter Gewinneinbrüchen, die er mit Finanzierungsangeboten noch verstärkt hat. Rivalen aus Fernost und Europa konnten gegenüber dem US-Konzern Boden gut machen.

Nicht ganz unähnlich ist die Situation bei Ericsson: Im Handy-Geschäft, das der schwedische Konzern inzwischen gemeinsam mit Sony betreibt, sind Wettbewerber wie Samsung findiger. Auch das Kerngeschäft mit Telekom-Ausrüstungen kommt nach mehrjähriger Depression immer noch nicht in Gang. Ergebnis: Ericssons Markenwert sinkt um 12 Prozent.

Interbrand 2003: Die fünf größten Wert-Verlierer

Platz im Ranking Marke Herkunftsland Markenwert 2003 in Milliarden Dollar Veränderung
76 Reuters Großbritannien 3,30 -28%
34 Kodak USA 7,83 -19%
14 Ford USA 17,07 -16%
51 Pizza Hut USA 5,31 -12%
80 Ericsson Schweden 3,15 -12%
Quelle: Business Week