Lotsen-Streik Flugverkehr lahm gelegt
Paris/Frankfurt am Main - Von den rund 120 täglichen Frankreich-Flügen der Lufthansa können nur rund 40 stattfinden, betroffen davon sind rund 5300 Passagiere. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt am Main wurden 16 Starts und Landungen abgesagt. Es ging vor allem um die Verbindungen nach Paris, Lyon, Nizza und Toulouse, wie Lufthansa mitteilte. Für die genehmigten Verbindungen würden größere Flugzeuge eingesetzt, weshalb "so gut wie alle" Passagiere mit Buchungen auch fliegen könnten.
Auch bei den anderen Fluggesellschaften sorgt der französische Fluglotsen-Streik für einige Behinderungen. Air France hatte bereits im Vorfeld angekündigt, 65 Prozent aller Flüge auszusetzen, Germanwings hat die Verbindung von Köln nach Paris gestrichen, Britisch Airways arbeitet mit einem reduzierten Flugdienst und größeren Maschinen.
Nach Angaben der zivilen Luftfahrtsbehörde wurde ein Notdienst eingerichtet. Die Langstreckenflüge seien 100-prozentig sichergestellt, es könne aber zu Verspätungen kommen.
Der Protest der Fluglotsen richtet sich vor allem gegen das Vorhaben der Regierung in Paris, die Franzosen zukünftig länger als bisher in das staatliche Rentensystem einzahlen zu lassen, um den vollen Rentenanspruch zu erwerben. Bei Beschäftigten des öffentlichen Dienstes soll der Zeitraum zunächst auf 40 von derzeit 37,5 Jahren angehoben werden und damit den Bedingungen im privaten Sektor angeglichen werden. Bis 2020 soll die Dauer für alle auf 42 Jahre verlängert werden.