Lotto: Hässlich tippt am besten - DER SPIEGEL
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Lotto Hässlich tippt am besten

Anleger wählen ihre Aktien meist sehr bewusst aus, Lottospieler tippen eher aus dem Bauch heraus ­ ein Fehler, wie Norbert Henze, Statistikprofessor an der Universität Karlsruhe, meint.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Denn Lottospieler, die ihre Zahlen gezielt aussuchen, können zwar nicht ihre Gewinnchance erhöhen, aber ihre Gewinnquote erheblich verbessern. Henze rät vor allem, häufige Kombinationen zu vermeiden. Dann nämlich müssen die Gewinner das ausgeschüttete Geld mit deutlich weniger Mitstreitern teilen. So kreuzen jede Woche rund 40.000 Spieler die Ziffern eins bis sechs an und etwa 50.000 Menschen tippen die Gewinnzahlen der Vorwoche noch einmal.

Würden diese sechs Zahlen tatsächlich gezogen, bliebe ein enttäuschend niedriger Gewinn im 100-Euro-Bereich. "Lottospieler sind Ästheten und folgen simplen Regeln", hat Henze bei seinen Recherchen festgestellt. Beliebt sind geometrische Muster, Diagonalen, Buchstaben und Geburtsdaten. Die Gewinnzahlen der ersten Lottoziehung von 1955 kreuzen immerhin noch 500 Zocker jede Woche an. Auch die 25 ist sehr beliebt, weil sie genau in der Mitte des Tippquadrats liegt. "Mein Rat: Tippe hässlich", so der Statistikprofessor. Den größten Gewinn versprechen Zahlenreihen, die keinerlei Regelmäßigkeiten aufweisen.