Lowtech: Die Wiener Börse tanzt - DER SPIEGEL
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Lowtech Die Wiener Börse tanzt

Einst wurde sie als Operettenbörse verspottet. Doch ausgerechnet die Wiener Börse hat sich dem weltweiten Abwärtstrend an den Aktienmärkten entziehen können. Die Erfolgsstrategie: altmodische Aktien.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit Jahresbeginn legte der österreichische Index ATX um rund zwölf Prozent zu. Der überraschende Boom wurde möglich, weil Technologietitel im Alpenland kaum eine Rolle spielen. In Wien stehen stattdessen zyklische Titel aus der Stahl-, Papier- und Bauindustrie im Vordergrund. Unternehmen wie VA Technologie und Austria Tabak haben zuletzt Rekordergebnisse erzielt.

Zudem sorgt das Privatisierungsprogramm der staatlichen Industrieholding ÖIAG, die derzeit noch an Unternehmen wie Austrian Airlines, Telekom Austria und dem Öl- und Gaskonzern OMV beteiligt ist, für Übernahmephantasien.

Sobald allerdings Technologiewerte wieder in Mode kommen, warnt Alfred Reisenberger von der Bank-Austria-Tochter CA IB Investmentbank, "ist es mit dem Aufschwung in Österreich vorbei".