LTU Mitarbeiter sollen auf zehn Prozent Lohn verzichten
Zürich - SAir-Group-Sprecherin Beatrice Tschanz bestätigte am Ostersonntag einen entsprechenden Bericht der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick". Die Schweizer SAir Group, Mutterkonzern der Fluggesellschaft Swissair, hatte im November 1998 eine 49,9-Prozent-Beteiligung an der Düsseldorfer Flug- und Reisegesellschaft übernommen.
"In drei Jahren ist die LTU spätestens wieder flott", erklärte die Sprecherin. Noch vor den Sommerferien sollten die Verhandlungen über die LTU-Sanierung abgeschlossen werden, für die bereits 140 Millionen Mark bereitgestellt wurden.
In England, Frankreich und Deutschland werde zudem mit möglichen Partnern für die LTU verhandelt, sagte Tschanz weiter. Auch hier hofft man bei der SAir Group auf ein baldiges Ergebnis der Gespräche. Die SAir Group glaubt, dass sich ihr Einstieg bei LTU mit einem starken Reisebüro-Partner an der Seite des Düsseldorfer Konzerns doch noch auszahlt.
Bis heute sei aber noch "kein einziger Franken von Düsseldorf nach Zürich geflossen", erklärte Tschanz. Ein gewisser Sanierungsaufwand für die LTU sei zwar vorgesehen gewesen. Doch im letzten Jahr hätten sich die Probleme weiter angehäuft, nicht zuletzt auch wegen der Explosion der Flugpreise und des hohen Dollarkurses.