Lucent Technologies Jeder Zehnte wird entlassen
New York - Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Stellenabbau betrifft etwa zehn Prozent der Mitarbeiter. Das Unternehmen hofft, auf diesem Wege die Rentabilität wieder herzustellen.
Lucent plant ferner, die Produktion verlustbringender Produkte einzustellen und mehrere Fabriken zu schließen. Die erwarteten Einsparungen bezifferte Firmensprecherin Michelle Davidson auf umgerechnet rund 4,2 Milliarden Mark im Jahr.
Die 4000 Mitarbeiter in Deutschland dürften von dem weltweiten Stellenabbau "höchstwahrscheinlich" nicht betroffen sein. "Wir sind Teil der Lösung, nicht des Problems", gibt sich Martina Grüger von Lucent Technologies Network Systems in Bonn optimistisch.
Nach Aussage der Pressesprecherin kann "zwar noch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, dass deutsche Lucent-Mitarbeiter vom weltweiten Stellenabbau verschont bleiben werden". Deutschland habe aber bislang stets positiv zu den Ergebnissen des Konzerns beigetragen. Personalkürzungen seien daher nicht zwangsläufig erforderlich. Die Forschungsarbeit in den Bell Labs in Nürnberg werde mit Sicherheit weitergehen.
7500 Stellen sollen nach ihren Angaben allein in den USA wegfallen, nur ein Viertel hingegen weltweit. In der Region Europa, Naher Osten und Asien seien es nach ihrem Kenntnisstand "etwa 1000". Noch sei freilich unklar, welche Länder und auch welche Positionen von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sein werden.
Die europäischen Börsen reagieren auf die angekündigten Pläne zur Neuorientierung des Unternehmens positiv. Auch an der Wall Street legte Lucent bis 16.20 Uhr um 7,3 Prozent auf 20,18 Dollar zu.