Luft- und Raumfahrt EADS-Chef prüft Umbenennung in Airbus
Paris - EADS-Vorstand Louis Gallois hat offenbar viel vor: Einem Bericht der französischen Zeitung "Les Echos" zufolge steht zur Debatte, den ganzen Konzern nach seiner Zivilflugzeugsparte Airbus zu benennen. Das Blatt beruft sich dabei auf ungenannte Informanten.
Außerdem prüfe Gallois, die Zahl der EADS-Unternehmensbereiche von fünf auf drei zu senken. Dabei könnten Airbus und das Militärflugzeugsparte MTA zu einem gemeinsamen Bereich zusammengefasst werden, außerdem die Raumfahrt- und Verteidigungsaktivitäten in einem zweiten. Das Eurocopter-Helikoptergeschäft solle als dritte Sparte separat bleiben.
Die Zeitung wiederholte außerdem Angaben von Oktober, dass der Konzern die Schließung seiner beiden Zentralen in Paris und München in Betracht ziehe, um in Toulouse einen einzigen Konzernsitz zu schaffen. EADS lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
In sein Unternehmen Premium Aerotec will EADS künftig gut eine halbe Milliarde Euro investieren. Das Geld werde bis Ende 2011 in die Erweiterung und Modernisierung der Werke Nordenham, Varel und Augsburg gesteckt, sagte ein Airbus-Sprecher der "Financial Times Deutschland". Davon entfielen allein 350 Millionen Euro auf Produktionsanlagen für das neue Langstreckenflugzeug A350. Rund 150 Millionen Euro würden in die laufende Produktion für die anderen zivilen Airbus-Baureihen investiert.
Premium Aerotec hat den Plänen zufolge künftig mehr als 6000 Beschäftigte und nimmt formal zum 1. Januar 2009 als 100-prozentige EADS-Tochter den Geschäftsbetrieb auf.
cvk/Reuters/dpa-AFX