Luftfahrt Air Canada streicht 3600 Stellen
Montreal - Der Kriegsausbruch bestätige die Dringlichkeit, Personalkosten einzusparen, teilte Air Canada am Donnerstag mit. Bereits im Februar hatte die zur Star-Alliance gehörende Fluggesellschaft angekündigt, 650 Millionen kanadische Dollars einsparen zu wollen.
Der Arbeitsplatz-Abbau betreffe 20 Prozent der nicht gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten sowie zehn Prozent der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter. Die Fluggesellschaft hat bereits in den vergangenen beiden Jahren ihre Aktivitäten zurückgeschraubt. Ein Fünftel der Flüge wurde eingestellt und 84 Maschinen stillgelegt.
Auch die schwer angeschlagene Fluggesellschaft US Airways will sich mit zusätzlichen Sparmaßnahmen einschließlich Lohnstundungen und Kapazitätskürzungen gegen die finanziellen Folgen des Irakkriegs wappnen. Ein entsprechender Plan werde in Kürze vorgelegt, teilte die mittlerweile unter Gläubigerschutz fliegende Airline mit.
Die gesamte Luftfahrtindustrie habe unter einem dramatischen Nachfragerückgang zu leiden, sagte Konzernchef David Siegel. Der gesamte Flugverkehr werde um 20 Prozent zurückgehen. Besonders betroffen seien Transatlantikflüge.
Die weltgrößte Fluggesellschaft American Airlines wird wegen des Irakkriegs ihre Kapazitäten im April ebenfalls reduzieren. Diese Maßnahme sei ein erster Schritt, teilte die Tochtergesellschaft der AMR Corp. in Fort Worth mit. Einige Flüge nach Lateinamerika und Europa müssten gestrichen werden. Inländische Flüge seien von den Maßnahmen vorerst ausgenommen. Weitere mögliche Einschnitte hingen vom Buchungsverhalten der Verbraucher ab. Ob dies auch Stellenstreichungen nach sich ziehen wird, konnte American Airlines nicht sagen.