Luftfahrt: Frankreich will Macht bei EADS ausbauen - DER SPIEGEL
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Luftfahrt Frankreich will Macht bei EADS ausbauen

Der französische Staat will beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS einem Zeitungsbericht zufolge die Führung übernehmen. Per Kapitalerhöhung solle der Schachzug gelingen, heißt es.
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München/Berlin - Die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, dass EADS   dringend Geld für die etwa zehn Milliarden Euro teure Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350 der Tochter Airbus benötige. Schätzungen zufolge solle sich der Kapitalbedarf des Konzerns auf rund vier Milliarden Euro belaufen.

An EADS ist neben dem Autohersteller DaimlerChrysler   (22,5 Prozent) auch die französische Gesellschaft Sogeade mit 22,5 Prozent beteiligt. Dort halten Frankreich 15 Prozent und Lagardère künftig 7,5 Prozent. Vor rund einem halben Jahr hatte der französische Staat über eine staatliche Bank 2,25 Prozent des Lagardère-Anteils übernommen und damit seinen Einfluss auf die Airbus-Mutter ausgeweitet.

Auch DaimlerChrysler will sich von einem Teil seiner EADS-Beteiligung trennen. Deshalb bemüht sich die Bundesregierung seit Wochen darum, dass auch nach dem geplanten Teilausstieg des Stuttgarter Autoproduzenten die deutschen Interessen gewahrt bleiben. Im Gespräch war zuletzt der Einstieg eines deutschen Bankenkonsortiums und eine Doppellösung mit Banken und Bundesländern.

Die Bundesregierung hält sich zu den Gerüchten um die Pläne des französischen Staates dem Blatt zufolge bedeckt. "Über eine Kapitalerhöhung haben allein die Aktionäre zu entscheiden. Der Bund ist kein Aktionär", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg.

tim/ddp