Luftfahrt Milliardenauftrag für Airbus und Boeing
Dubai/Paris - Von den Bestellungen gingen 33 an den europäischen Airbus-Konzern und 25 an dessen US-Rivalen Boeing, wie Emirates-Chef Scheich Achmed Ben Said al-Maktum am Sonntag bei der Luftfahrtschau von Dubai bekannt gab.
Der Auftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der größte für die zivile Luftfahrt seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September. Die Fluggesellschaften hatten seither weltweit Buchungsrückgänge verzeichnet und deshalb Zehntausende von Stellen gestrichen, was auch bei den Konstrukteuren zu starken Einbrüchen bei den Umsatzprognosen führte.
"Die Luftfahrtindustrie muss dynamisch bleiben", sagte Scheich Achmed. Die Gesellschaft Emirates erwarte für das Jahr 2006 eine Verdopplung des Passagieraufkommens. Von der Gesamtbestellung sollen 8,45 Milliarden Dollar auf Airbus entfallen. Der Chef von Airbus Industrie, Noel Forgeard, wertete die Emirate-Bestellung als Zeichen dafür, dass "Pessimismus nicht angebracht ist". Airbus zeigte sich besonders zufrieden darüber, dass zu den Bestellungen der Fluggesellschaft auch 22 Großraum-Maschinen des Typs A-380 gehören. Die Auslieferung der ersten A-380-Maschinen, die dem Jumbo von Boeing Konkurrenz machen sollen, ist für das Jahr 2006 vorgesehen.
Das milliardenschwere A-380-Projekt soll denn auch nach Angaben von EADS-Chef Rainer Hertrich "ohne Abstriche weiter geführt" werden. Damit würden allein in Hamburg Tausende Arbeitsplätze gesichert.