Luftfahrt: Nur die Briten im Sinkflug - DER SPIEGEL
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Luftfahrt Nur die Briten im Sinkflug

Risikofreudige Anleger konnten mit den Papieren großer europäischer Airlines in den vergangenen Monaten gutes Geld verdienen. Die Kurse waren nach dem 11. September zunächst steil abgestürzt, steigen neuerdings aber schneller als die Passagierzahlen.
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Viele Großbanken empfehlen die Aktien von Lufthansa oder Air France zum Kauf. Eher zurückhaltend beurteilen Analysten die Chancen des Marktführers British Airways - aus gutem Grund. Das einstige Vorzeigeunternehmen der Branche befindet sich in der schwersten Krise seit der Privatisierung vor mehr als zehn Jahren.

Um die Einnahmen pro Sitzplatz zu steigern, hatten die Briten ihre Flotte auf die Bedürfnisse voll zahlender Business-Passagiere umgerüstet und für ihre Strecken von London in die USA üppige Preise kassiert. Doch seit auch bei Geschäftsleuten die Angst vor dem Fliegen grassiert, bleibt ein Großteil der teuren Plätze leer, so dass der Konzern für das laufende Geschäftsjahr vermutlich einen hohen dreistelligen Millionenverlust ausweisen muss. British-Airways-Chef Rod Eddington will mit Streckenstilllegungen und dem Abbau von 5800 weiteren Arbeitsplätzen gegensteuern. Doch Analysten überzeugt der Plan nicht. "Das sind Rezepte von gestern", rügt der Commerzbank-Experte Chris Tarry.