Luftfahrt: TUI startet Aldi-Airline - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Luftfahrt TUI startet Aldi-Airline

Lufthansa-Chef Jürgen Weber muss beim Abwehrkampf gegen die Invasion von Billigcarriern in Deutschland mit einem weiteren gefährlichen Konkurrenten rechnen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

TUI-Chef Michael Frenzel will schneller als erwartet mit einer eigenen Niedrigpreis-Airline an den Start gehen. Helfen soll ihm dabei ein alter Geschäftspartner, Germania-Chef Hinrich Bischoff. Wie Insider berichten, wollen beide Unternehmen eine Gemeinschaftsfirma gründen, an der Bischoff rund 80 Prozent der Anteile und TUI vorerst knapp 20 Prozent halten werden. Die neue Gesellschaft soll zunächst fünf Boeing-Jets aus dem Besitz des Germania-Chefs und die bereits existierenden Strecken von Berlin nach Frankfurt und Köln übernehmen. In den nächsten drei Jahren soll die Flotte um 50 Maschinen wachsen und, anders als herkömmliche Billig-Airlines, sogar Fernstrecken bedienen. Der Ticketverkauf erfolgt unter Führung der TUI über das Internet und die konzerneigenen Reisebüros. Kommt die neue Airline bei den Kunden an, gerät Weber in Bedrängnis. Die TUI-Büros bescheren der Lufthansa zurzeit rund eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr. Ein Teil dürfte künftig bei Frenzels Aldi-Fluglinie landen.