Luftfahrt: United Airlines und US Airways fusionieren - DER SPIEGEL
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Luftfahrt United Airlines und US Airways fusionieren

In den USA entsteht ein neuer Gigant unter den Fluggesellschaften. United Airlines und US-Airways bestätigten, dass sie fusionieren wollen. United Airlines lässt sich die Elefantenhochzeit 4,3 Milliarden Dollar in bar kosten.
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New York - Das neue Unternehmen wird nach Presseberichten knapp 27 Milliarden Dollar umsetzten. Die gemeinsame Flotte umfasst dann 977 Flugzeuge die täglich zu 6900 Flügen starten und im Jahr 145 Millionen Passagiere befördern.

United Airlines ist bereit, 7,3 Milliarden Dollar an Schulden und Leasingverträgen der US Airways zu übernehmen. Damit hat das Geschäft einen Wert von insgesamt 11,6 Milliarden Dollar. United will laut Presseberichten 60 Dollar je US Air-Aktie und somit - gemessen am letzten Börsenkurs - einen 131 Prozent höheren Preis zahlen.

Es ist zu erwarten, dass die US-Kartellbehörde die Fusion genau prüfen wird. Ein Zusammenschluss dürfte nach Ansicht von Wall-Street-Analysten eine weitere Konsolidierung in der amerikanischen und der internationalen Luftfahrtbranche einleiten. United Airlines kooperiert in der Star Alliance mit der Deutschen Lufthansa, Singapore Airlines sowie anderen internationalen Fluggesellschaften.

United dominiert im Luftverkehr zwischen der Ostküste und der amerikanischen Westküste, sowie im Mittleren Westen der USA. Durch die Übernahme von US Airways könnte United nicht nur die internationale Spitzenposition weiter ausbauen, sondern auch eine Schwachstelle im Flugverkehr an der US-Ostküste in Nord-Süd-Richtung beseitigen. Dort ist US Airways besonders stark vertreten.

Um Kartellrechtsproblemen zu begegnen will United die US Air-Operationen am Reagan National Airport in Washington an den Medienunternehmer Robert L. Johnson verkaufen. Johnson will eine neue Fluggesellschaft bilden, die DC Air. Er wird wahrscheinlich die US Air-Tochter PSA Airlines kaufen, eine Nahverkehrsfluggesellschaft, berichtete die Internetausgabe des "Wall Street Journal".

Jim Goodwin, der United-Airlines-Chef wird das fusionierte Unternehmen führen. Stephen M. Wolf, der Chairman von US Airways, und Rakesh Gangwal, der Firmenchef, werden das Unternehmen verlassen, sobald die Übernahme vollzogen sei, berichtete das "Wall Street Journal". Beide hatten früher für United gearbeitet. Wolf war einst United-Airlines-Konzernchef gewesen.