Luftfahrt: Warnstreiks bei LTU und dba - DER SPIEGEL
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Luftfahrt Warnstreiks bei LTU und dba

Nicht nur bei der Bahn drohen Streiks, sondern auch im Flugverkehr: Noch vor dem Ende der Urabstimmung beim Ferienflieger LTU gab es heute Morgen einen zweistündigen Warnstreik. Auch die Piloten des Billigfliegers dba legten die Arbeit nieder.
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München/Düsseldorf - Betroffen waren die Flughäfen München und Düsseldorf. Dabei saßen in der Zeit von 7 bis 9 Uhr insgesamt 2100 LTU-Passagiere Richtung Griechenland, Türkei und Spanien fest. Nach LTU-Angaben starteten sieben Flieger in Düsseldorf und drei Maschinen in München mit durchschnittlich zwei Stunden Verspätung. Nach Angaben der Pilotenvereinigung Cockpit starteten auch drei dba-Flüge zu spät.

Cockpit hatte zu dem Ausstand aufgerufen und diesen als "vollen Erfolg" gewertet. Die Pilotenvertreter betonten, sie hätten die Streikmaßnahmen in die frühen Morgenstunden gelegt, um eine anschließende Beförderung aller Fluggäste sicherzustellen. "Alle Fluggäste werden ans Ziel kommen, wenngleich mit Verspätung", sagte Cockpit-Sprecher Markus Kirschnek.

Am Montagnachmittag erwartet Cockpit das Ergebnis der Urabstimmung bei der zu Air Berlin gehörenden Gesellschaft LTU. Laut Satzung benötigt der Verband die Zustimmung von 70 Prozent der befragten Mitglieder. Bei der dba hatten bereits im März 98 Prozent des Personals in einer Urabstimmung für einen Streik gestimmt. Mit dem Arbeitskampf sei bisher aber gewartet worden, weil das Management ausgetauscht worden war und man auf ein neues Angebot warten wollte, teilte Cockpit weiter mit.

Am Freitag war nach mehrwöchiger Funkstille wieder Bewegung in den Tarifkonflikt bei LTU gekommen. Bei einer neuen Verhandlungsrunde habe die Geschäftsführung für die rund 400 Piloten ein verbessertes Angebot vorgelegt. Zu den Details machten beide Seiten keine Angaben.

wal/dpa/dpa-AFX