Luftfahrtkrise Boeing von Airbus abgehängt
Renton - Im Jahr 2001 sank das Auftragsvolumen auf nur 312 Maschinen für die kommerzielle Luftfahrt, wie Boeing am Mittwoch in Renton im US-Staat Washington mitteilte. Dies ist wenig mehr als die Hälfte der Aufträge für das Jahr davor, als Boeing noch Orders für 608 Maschinen melden konnte. Mit den nun gemeldeten Zahlen liegt der amerikanische Konzern außerdem hinter dem Hauptkonkurrenten Airbus, der schon im November Aufträge über 352 Flugzeuge bekannt gab. Bereits im Jahr 1999 konnte Airbus mehr Verkäufe melden als Boeing.
Den Titel des weltgrößten Flugzeugbauers darf sich Airbus dennoch nicht anheften. Noch immer werden von Boeing im Jahr mehr Flugzeuge gebaut und ausgeliefert als in Europa. Außerdem sind in den Auftragszahlen von 2001 bereits die Bestellungen des Großraumflugzeugs A380 eingerechnet, der frühestens 2006 ausgeliefert wird.
Nach Angaben von Boeing gingen im vergangenen Jahr insgesamt 335 Aufträge für neue Flugzeuge ein. 23 bestehende Aufträge seien jedoch noch vor dem Terroranschlägen vom 11. September storniert worden, weitere 40 wurden der Mitteilung zufolge abgeändert.
Für 2001 hatte Boeing zunächst noch mit einem Volumen von rund 400 Maschinen gerechnet. Konkurrent Airbus will seine endgültigen Jahreszahlen in der kommenden Woche verkünden.