Lufthansa Einigung im Tarifstreit
Seligenstadt - Nach zweitägigen Verhandlungen einigten sich das Unternehmen und die neue Gewerkschaft Verdi am Samstagabend in Seligenstadt bei Frankfurt am Main außerdem auf zwei Einmalzahlungen von je 250 Mark und eine Ergebnisbeteiligung, wie Gewerkschaftssprecher Andreas Heß mitteilte.
Die Ergebnisbeteiligung solle nach der Hauptversammlung der Lufthansa-Aktionäre im Juni als Sonderzahlung in Höhe von 1100 Mark erfolgen. Sie könne aber auch in Aktien gewährt werden. Hinzu kämen zehn Prozent der Monatsgrundvergütung, sagte Heß. Die Rahmenvereinbarung zur Fortgeltung aller Tarifvereinbarungen sei bis Ende 2002 verlängert worden. Dies sei ein hervorragendes Ergebnis, das auch infolge des Streiks zu Stande gekommen sei. Am vergangenen Freitag hatten rund 9000 Beschäftigte für massive Behinderungen im Flugverkehr auf fast allen großen deutschen Flughäfen gesorgt.
Da die Laufzeit des Tarifvertrags 14 Monate betrage, ergebe sich eine rechnerische Erhöhung von drei Prozent für zwölf Monate, teilte die Lufthansa mit. Vor dem Hintergrund einer sehr schwierigen Konstellation der Verhandlungen beteilige der Abschluss die Beschäftigten angemessen am Erfolg des Unternehmens, sagte der Verhandlungsführer der Lufthansa, Stefan Lauer. Laut Verdi hatte Lufthansa zuletzt eine Erhöhung um 2,6 Prozent angeboten.