Lufthansa-Einigung: "Knapp unter 20 Prozent" - DER SPIEGEL
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Lufthansa-Einigung "Knapp unter 20 Prozent"

Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Lufthansa und der Pilotenvereinigung Cockpit ist Schlichter Hans-Dietrich Genscher eine Einigung gelungen. Beide Parteien haben sich in der Mitte getroffen.
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Frankfurt am Main - Das Ergebnis der Lufthansa-Schlichtung sieht nach Informationen der "Bild"-Zeitung eine Tariferhöhung für die Piloten in einem Gesamtumfang von "knapp unter 20 Prozent" vor. Als Laufzeit des Tarifvertrags seien drei Jahre und drei Monate vereinbart worden. Das Ergebnis wurde inzwischen von den Verhandlungsparteien bestätigt.

Der Abschluss wird die Lufthansa voraussichtlich 190 bis 200 Millionen Mark kosten. Auf der Habenseite kann die Kranich-Linie dagegen die lange Laufzeit des Tarifvertrages verbuchen. Außerdem haben sich die Piloten bereit erklärt, für das höhere Gehalt mehr Flugstunden zu leisten.

Schlichter Hans-Dietrich Genscher will das Ergebnis am Freitagmittag in Frankfurt vorstellen.Die Pilotengewerkschaft muss die Einigung in einer erneuten Urabstimmung von ihren Mitgliedern absegnen lassen.

Die Fluggesellschaft hatte ihren 4200 Cockpit-Beschäftigten zuletzt bis zu 13,6 Prozent mehr Geld sowie eine variable Beteiligung am Konzernergebnis in Höhe von zwei Monatsgehältern geboten. In den kommenden drei Jahren sollte das Gehalt um die durchschnittliche Tariferhöhung in Deutschland steigen, zudem standen erneut ergebnisabhängige Zuschläge in Aussicht.

Die Piloten stellten sich vor allem gegen die lange Laufzeit; die Vereinigung Cockpit forderte allein in diesem Jahr 24 Prozent mehr Geld. Weil beide Seiten bei den Tarifverhandlungen auf ihren Positionen verharrten, wurden diese für gescheitert erklärt und die Schlichtung vereinbart.

An der Frankfurter Börse ging die Aktie der Lufthansa zunächst um knapp drei Prozent in die Höhe, fiel bis 10.50 aber wieder auf 23,06 Euro (plus 2,2 Prozent) zurück. Der Dax lag zur gleichen Zeit mit 0,7 Prozent im Plus.