Lufthansa-Hauptversammlung: Weber greift Piloten an - DER SPIEGEL
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Lufthansa-Hauptversammlung Weber greift Piloten an

Unter starken Tumulten hat sich Lufthansa-Chef Jürgen Weber die eigenen Flugkapitäne auf der Aktionärsversammlung vorgenommen. Den Tarifabschluss mit der Pilotenvereinigung Cockpit nannte Weber eine schwer zu verkraftende Belastung.
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Köln - Die Einigung nach dem mehr als vier Monate langen Arbeitskampf habe aber "einen Schlusspunkt gesetzt unter eine Situation, die einer Nötigung der Wirtschaft und des reisenden Publikums in diesem Lande" gleichgekommen sei, sagte Weber. Dieses Ergebnis sei einmalig und nicht wiederholbar. Er kritisierte die Unerbittlichkeit, mit der ohne Rücksicht auf andere Beschäftigtengruppen agiert worden sei.

Mit Transparenten und Zwischenrufen störten Demonstranten die Lufthansa-Hauptversammlung. Sie protestierten gegen die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber. Vorstandschef Weber musste seinen Bericht mehrfach unterbrechen. Ordner nahmen den Protestierenden die Transparente ab und führten sie aus dem Saal. Menschenrechtsgruppen werfen der Lufthansa vor, von der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber finanziell zu profitieren.

Die deutliche Absenkung der Gewinnerwartung für 2001 verteidigte Weber als Ausweis der Offenheit. "Das Rad wird in Schwung bleiben", brüllte Weber gegen die Störer an. Er kündigte an, dass die Rentabilität einzelner Strecken unter die Lupe genommen werden solle. Statt mit einem operativen Ergebnis von einer Milliarde Euro rechnet die Lufthansa nur noch mit einem Gewinn von 700 bis 750 Millionen Euro.