Lufthansa Keine Einigung in Sicht
Wiesbaden - Die Vereinigung Cockpit hielt eine Einigung am Abend für kaum möglich. Cockpit- Sprecher Georg Fongern sagte, es komme höchstwahrscheinlich zu einen neuerlichen Streik, "Es sei denn, die Lufthansa kratzt die Kurve", erklärte der Verhandlungsführer der Piloten. Er rechne damit, dass sich die Verhandlungen noch weiter in die Nacht hinzögen.
Die Lufthansa hatte der Pilotenvereinigung Cockpit nach fast zwölfstündigen Verhandlungen am Montagabend ein neues Angebot vorgelegt, über das nun seit Dienstagmittag verhandelt wird. Die Vereinigung Cockpit verlangt für die rund 4200 Piloten und Copiloten der Lufthansa Gehaltserhöhungen von durchschnittlich mehr als 30 Prozent. Die Lufthansa hatte bisher zehn bis knapp 17 Prozent mehr Geld in Aussicht gestellt.
Cockpit hatte angedroht, in den kommenden vier Wochen jeden Donnerstag 24 Stunden zu streiken. Sollte die Pilotengewerkschaft ihre Drohung wahr machen, müssen Fluggäste am Donnerstag auf allen deutschen Flughäfen erneut mit erheblichen Verspätungen, Störungen und Flugausfällen rechnen. Bei einem ersten Streik der Piloten am vergangenen Freitag waren Hunderte Flüge ausgefallen oder verspätet gewesen. Dieser Streik hatte 12 Stunden gedauert.
Die Vertreter beider Seiten wollen am Dienstagmittag in Wiesbaden weiter verhandeln. Die Gespräche waren am späten Montagabend nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen vertagt worden, wie ein Lufthansa-Sprecher mitteilte. Zum Stand machte er keine Angaben. Darüber sei mit der Pilotenvereinigung Cockpit Stillschweigen vereinbart worden. Am Donnerstag wollen die Piloten erneut streiken, falls es bis dahin keine Einigung gibt.
Die Lufthansa hatte der Pilotenvereinigung Cockpit am Montag drei Tage nach dem Pilotenstreik ein neues Angebot vorgelegt. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Da es bei dem neuen Angebot aber nicht nur um eine prozentuale Lohnsteigerung geht, sondern auch um strukturelle Änderungen im Tarifvertrag, gilt die Bewertung als sehr kompliziert.
Die Vereinigung Cockpit verlangt für die rund 4200 Piloten und Copiloten der Lufthansa Einkommenssteigerungen von durchschnittlich mehr als 30 Prozent. Die Lufthansa hatte bisher 10 bis 16,7 Prozent mehr Geld für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Der Tarifstreit dauert bereits drei Monate.
Der erste Arbeitskampf der Piloten für höhere Gehälter in der Geschichte der Lufthansa hatte am Freitag zu Hunderten von Flugausfällen und Verspätungen geführt. Cockpit hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen jeden Donnerstag 24 Stunden zu streiken, falls die Lufthansa bei ihrer Haltung bleibt.