Lufthansa: Mobbinggerüchte und neuer Knatsch - DER SPIEGEL
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Lufthansa Mobbinggerüchte und neuer Knatsch

Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Pilotenvereinigung Cockpit liegen die Nerven blank. Management-Piloten, die sich am Streik beteiligten, wurden bei Condor offenbar des Hauses verwiesen.
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Frankfurt am Main - Am Morgen hatten bereits Gerüchte kursiert, die Lufthansa habe mehrere streikende Piloten aus Weiterbildungskursen wie Managementseminaren rausgeschmissen. "Falsch", sagt dazu Cockpit-Sprecher Georg Fongern. Allerdings seien zwei Piloten am Streiktag in der vergangenen Woche bei Condor des Hauses verwiesen worden.

Es habe sich um Management-Piloten gehandelt, die am Donnerstag bei Condor für streikende Kollegen einspringen sollten. "Sie sind zwar in der Condor-Zentrale erschienen", so Fongern, "aber nur, um mitzuteilen, dass sie auch streiken wollten." Da habe man sie darum gebeten, umgehend das Haus zu verlassen.

Die Tarifparteien wollen ihre Gespräche heute an einem geheim gehaltenen Ort fortsetzen. Die Verhandlungen seien am Montagabend unterbrochen worden und würden nun fortgeführt, sagte Pilotensprecher Fongern. Ein Ergebnis liege noch nicht vor. Die Deutsche Lufthansa wollte sich nicht äußern. Sollten sich der Konzern und die Vereinigung Cockpit bis Donnerstag nicht auf einen Abschluss einigen, werden die Piloten voraussichtlich erneut streiken.

"Wir verhandeln äußerst konstruktiv", sagte Fongern. "Wir hoffen, dass die Lufthansa ebenso kreativ ist wie wir." Mit Blick auf den am Donnerstag drohenden Streik fügte Fongern hinzu: "Wenn die Lufthansa sich nicht bewegt, können wir nicht anders. Wir müssen so lange verhandeln, bis irgendein Ergebnis vorliegt."