Lufthansa: Piloten streiken erneut - DER SPIEGEL
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Lufthansa Piloten streiken erneut

Die Lufthansa und ihre Piloten bleiben auf Konfrontationskurs. Im schwersten Tarifkonflikt in der Geschichte der Fluglinie drohen am Donnerstag wieder Hunderte Flugausfälle.
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Frankfurt am Main - Die Gespräche über höhere Gehälter für die 4200 Piloten und Copiloten wurden am Mittwoch nach einem viertägigen Verhandlungsmarathon erneut ergebnislos abgebrochen. Die Vereinigung Cockpit lehnte ein neues Angebot der Konzernleitung ab.

Die Lufthansa bedauerte, dass der Tarifstreit erneut auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werde. Es werde alles unternommen, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Die Lufthansa hatte nach übereinstimmenden Angaben der Tarifparteien ein Angebot über eine Einkommensverbesserung von 10,6 Prozent vorgelegt. Hinzu kommen sollte eine weitere Strukturverbesserung innerhalb der vierjährigen Laufzeit in Höhe von drei Prozent. Cockpit hatte ihre ursprüngliche Forderung von über 30 Prozent Gehaltszuwachs nach Angaben von Lufthansa am Montag konkretisiert. Danach verlangte sie eine lineare Steigerung der Gehälter um 24 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten zuzüglich einer ergebnisabhängigen variablen Vergütung.

Cockpit warf der Lufthansa vor, gezielt das Scheitern der Verhandlungen herbeigeführt zu haben, weil das Unternehmen auf vier Jahren Laufzeit beharrte und keinerlei Entgegenkommen gezeigt habe. Dies zwinge Cockpit zu weiteren Maßnahmen, heißt es in einer Erklärung. Beim ersten ganztägigen Pilotenstreik am vergangenen Donnerstag waren mehr als 900 Flüge ausgefallen.

Die Lufthansa teilte mit, am Donnerstag seien alle Flüge von Partnergesellschaften - der Lufthansa CityLine, den Team Lufthansa Partnern, der Eurowings und der Star Alliance - sichergestellt. Gleiches gelte auch für die interkontinentalen Flüge aus Frankfurt, da sich zahlreiche Crews freiwillig zum Einsatz gemeldet hätten.

Die Gespräche an einem geheim gehaltenen Ort waren am Sonntag wieder aufgenommen worden. Die Vereinigung Cockpit hatte am Mittwochmorgen noch Anzeichen für eine möglicherweise bevorstehende Einigung ausgemacht.