Lufthansa Preiserhöhung und Einstellungsstopp
Frankfurt am Main - Entlassungen seien aber vorerst nicht geplant, sagte Lufthansa-Passage-Vorstand Wolfgang Mayrhuber in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung".
Auf Kurzstreckenflügen würden die Sitzplatzkapazitäten künftig um 15 Prozent und auf Langstrecken um neun Prozent reduziert. Die Buchungszuwächse für den kommenden Monat Oktober lägen um 34 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang für November liegt den Angaben zufolge bei zehn und im Dezember bei 30 Prozent.
Grund für die Maßnahmen seien zum einen die um ein Viertel gestiegenen Sicherheitskosten. Vor den Anschlägen hätten diese in Deutschland rund 600 Millionen Mark im Jahr verursacht und für den Rest der Welt weitere 100 Millionen Mark. Anderseits schlügen der erwartete Verlust für die Umleitungen nach dem Flugstopp in die USA mit etwa 80 Millionen Euro sowie unmittelbare Stornierungen zu Buche.
Die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs schickt zudem rund 4800 Mitarbeiter in den USA in unbezahlten Zwangsurlaub. Der Schritt sei ein "unmittelbares Resultat der dramatischen Veränderungen, mit denen die Airline-Industrie seit den Terroranschlägen vom 11. September konfrontiert ist", erklärte der weltgrößte Anbieter von Bordmahlzeiten für Flugzeuge am Donnerstag.