Lufthansa: Rückkehr zur Vollbeschäftigung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Lufthansa Rückkehr zur Vollbeschäftigung

Die Lufthansa scheint ihre Krise überwunden zu haben: Wegen des anhaltenden Aufwärtstrends im Luftverkehr wird der Konzern die Arbeitszeitverkürzung für die mehr als 12.000 Bodenmitarbeiter zum ersten September aufheben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt - Führende Konzernkreise haben laut "Financial Times Deutschland" (FTD) bestätigt, dass der Lufthansa-Vorstand die Rückkehr zur Vollbeschäftigung und einer Wochenarbeitszeit von 37 Stunden beschlossen hat. In der vergangenen Woche hatte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber erklärt, dass der Konzern die Talsohle durchschritten habe.

Das Aufheben der Arbeitszeitverkürzung überrascht, weil Mayrhuber zuvor angekündigt hatte, dass er weiterhin eine strenge Kostendisziplin halten wolle. Es sei auch noch keine deutliche Verbesserung für die zweite Jahreshälfte zu erkennen, sagte der Lufthansa-Boss. Für das Gesamtjahr rechne er weiterhin nicht mit einem positiven Ergebnis.

Im ersten Halbjahr 2003 hat Lufthansa noch einen Verlust von 354 Millionen Euro eingefahren, gegenüber einem Gewinn von 332 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzausfall sei weiterhin Besorgnis erregend, hieß es aus Konzernkreisen, obwohl das Nachfragevolumen anziehe.

Die Arbeitszeitverkürzung um 2,5 Stunden hatte Lufthansa Mitte April eingeführt. Der Tarifvertrag erlaubte die Anwendung der Krisenklausel ab einem Erlöseinbruch von 15 Prozent.