Lufthansa-Schlichtung Genscher darf nur vermitteln
Frankfurt am Main - "Das Schlichtungsverfahren läuft. Ansonsten geben wir keine Auskunft", sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Über Ort und Zeitrahmen für die schwierigen Schlichtungsgespräche haben Lufthansa und die Vereinigung Cockpit Stillschweigen vereinbart.
Laut Schlichtungsvereinbarung wird die Empfehlung des Vermittlers Genscher keine bindende Wirkung haben. Stimmen beide Seiten seinem Spruch zu, gilt dies als Ergebnis der Tarifverhandlungen. Lehnt dagegen eine der Parteien ab, wird das Verfahren ergebnislos beendet. Für die Dauer der Schlichtung will die Pilotenvereinigung Cockpit auf Streiks verzichten.
Lufthansa und Cockpit hatten die Tarifverhandlungen über höhere Gehälter für die Piloten in der vergangenen Woche für endgültig gescheitert erklärt. Cockpit verlangt für die 4200 Piloten und Co-Piloten 24 Prozent mehr Gehalt und eine Ergebnisbeteiligung bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Lufthansa hatte für 2001 eine Verbesserung von 10,6 Prozent im Grundgehalt und eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von zwei Monatsgehältern angeboten. Zwei ganztägige Pilotenstreiks hatten in den vergangenen Wochen für etliche hundert Flugausfälle gesorgt.