Lufthansa setzt Züge ein - DER SPIEGEL
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Lufthansa setzt Züge ein

• aus DER SPIEGEL 16/1981
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Staatsunternehmen Lufthansa und Bundesbahn wollen künftig enger zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der beiden Unternehmen legte vergangene Woche einen Plan vor, wie der Frankfurter Flughafen besser an das Schienennetz der Bundesbahn anzuschließen ist. Danach soll die Lufthansa von der Bundesbahn eine Triebwagen-Garnitur der Modellreihe ET 403 anmieten. Die reinen 1.-Klasse-Züge, ursprünglich von der Bahn als Intercity-Wagen konzipiert, sollen dann auf zwei Strecken - von Nürnberg über Würzburg und von Düsseldorf über Köln und Koblenz - Passagiere zum Frankfurter Flughafen und zurück karren.

Die ursprünglichen Pläne, den Frankfurter Flughafen an das Intercity-Netz der Bundesbahn anzuschließen, verwarf die Arbeitsgruppe, weil das zu empfindlichen Störungen des Personennahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet geführt hätte.

Dafür könnte das Kooperationsprojekt aber an anderen Hindernissen scheitern. Zunächst einmal ist immer noch ungewiß, ob die Bundesbahn in der Lage ist, den verwöhnten Flugreisenden einen adäquaten Service, etwa Gepäckabfertigung am Bahnhof, anzubieten. Darüber hinaus wird sich die Stadt Köln, deren Renommier-Airport ohnehin nicht ausgelastet ist, gegen eine Bahnkonkurrenz zur Wehr setzen.

Und nicht zuletzt könnte auch die Lufthansa durch die neuen Verbindungen potentielle Kunden verlieren: Flugpassagiere aus Nürnberg und Köln etwa könnten statt per Bahn über Frankfurt mit einer Konkurrenz-Linie per Flugzeug über Zürich oder Amsterdam ins Ausland fliegen.

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