Lufthansa: Streichung von Flugverbindungen befürchtet - DER SPIEGEL
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Lufthansa Streichung von Flugverbindungen befürchtet

Auch für die Flughäfen hat die Tarifeinigung zwischen der Lufthansa und ihren Piloten Folgen. Der Chef des Münchener Flughafens, Willi Hermsen, rechnet mit der Stilllegung von Streckenverbindungen.
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München - "So wie ich die Airline kenne, wird sie alle Flüge auf den Prüfstand stellen und auch nicht zögern, bestimmte Routen einzustellen, falls diese sich nicht mehr rechnen", sagte Hermsen, der Tageszeitung "Die Welt". Nötigenfalls, so kalkuliert der ehemalige Lufthansa-Manager, werde die Lufthansa auch Flugzeuge verkaufen müssen.

Grund dafür seien die neuen Arbeitsbedingungen, die in der Tarifeinigung enthalten seien. Längere Ruhezeiten für die Piloten und zusätzliches Personal auf Langstrecken führten zu einem erhöhten Pilotenbedarf. Werde die Tarifeinigung konsequent umgesetzt, bedeute das für bestimmte Routen eine Verdoppelung der Pilotenzahl.

Eine Lufthansa-Sprecherin machte auf Nachfrage deutlich, Hermsen spreche für den Flughafen München und nicht für die Lufthansa. Darüber hinaus machte sie keine Aussagen. Bedroht sind nach Einschätzung des Flughafenchefs vor allem wenig ausgelastete Nachmittagsflüge im Inland.