Lufthansa: Streikgefahr abgewendet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Lufthansa Streikgefahr abgewendet

Die Lufthansa-Piloten werden am Donnerstag nicht streiken. Mit der Vereinigung Cockpit sei Einvernehmen über Grundbedingungen einer Schlichtung erzielt worden, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Damit gebe es Zuverlässigkeit für die Passagiere. Zu der Vereinbarung gehöre, dass es während des Verfahrens keine Arbeitskampfmaßnahmen geben werde. Beide Seiten hätten sich auf einen schnellstmöglichen Beginn des Schlichtungsverfahrens geeinigt. Es sei auch Einvernehmen über denkbare Schlichter erzielt worden. Zu Beginn der Schlichtung solle ein Zeitrahmen abgesteckt werden. Cockpit hatte eine zeitliche Begrenzung verlangt. Die Tarifgespräche waren am Vormittag für endgültig gescheitert erklärt worden.

Für die Dauer des Schlichtungsversuches werde die VC von weiteren Arbeitskampfmaßnahmen absehen, sagte Verhandlungsführer Michael Tarp. Bisher lägen aber weder ein Termin noch Namen für einen Schlichter von der Lufthansa vor, so dass er nicht sagen könne, ob bereits der für Donnerstag angekündigte Streik ausfalle. Im Falle eines Scheiterns der Schlichtung wollen die Piloten die Arbeitskampfmaßnahmen verschärfen.

Tarp sagte, er sei zuversichtlich, dass der Schlichter in der Lage sein könne, eine Lösung zu finden. Es habe in den Verhandlungen mit der Lufthansa eine Annäherung in verschiedenen Punkten gegeben. Eine Einigung wäre aus Sicht der VC möglich gewesen, sei aber an der Haltung der Lufthansa gescheitert, sagte Tarp.

Die VC fordert Gehaltszuwächse von 24 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr sowie eine Gewinnbeteiligung. Die Lufthansa bietet demgegenüber 10,6 Prozent plus Prämie bei einer Laufzeit von vier Jahren. Die Piloten wollen nach VC-Angaben so lange jeden Donnerstag die Arbeit niederlegen, bis ein Abschluss steht.