Lufthansa Super-Airbus heiß ersehnt
Hamburg - Die Lufthansa könne es sich gar nicht erlauben, die A 380 nicht zu ordern, weil die Sitzplatzkosten 15 bis 20 Prozent unter denen vergleichbarer Jets liegen. Die Gesellschaft könnte schon heute fünf bis sechs A 380 gebrauchen, erklärte Weber.
Insgesamt will Weber die Anschaffung von 15 Großraumjets vom Typ Airbus A380 vorschlagen. Lufthansa-Sprecher Klaus Walther wollte diese Zahl am Samstag auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.
Zudem will Weber acht ältere Boeing-Jumbos vom Typ 747-200 ausmustern und durch vier 747-400 ersetzen, die 16 Stunden pro Tag in der Luft sein können, fünf Stunden mehr als die 747-200. Die Maschinen sollen ab Herbst 2002 ausgeliefert werden. Angesichts der Flaute in der Branche sei das zum jetzigen Zeitpunkt ein gutes Geschäft.
Der Piloten-Tarifabschluss, der starke Dollar und höhere Kosten für Ersatzteile und Treibstoff zwängen die Lufthansa zum Sparen. Zwar werde der ursprünglich anvisierte Gewinn von einer Milliarde Euro nicht erreicht, aber 700 Millionen Euro seien aus heutiger Sicht noch machbar in einem Umfeld, in dem Meldungen über Entlassungen und Verluste von anderen Fluggesellschaften kämen.
Der Flughafen München soll in seiner Rolle als zweite Drehscheibe der Lufthansa weiter an Bedeutung gewinnen. Das Wachstum in München macht nach Webers Ansicht bis Ende 2006 eine dritte Landebahn notwendig. Er hoffe, dass die Verantwortlichen rechtzeitig die notwendigen Schritte zum Ausbau einleiten.