Lufthansa-Überbuchung Staatsanwaltschaft ermittelt
Frankfurt am Main - Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Unternehmens. Es bestehe der Verdacht, dass die Lufthansa durch irreführende Angaben über Leistungen gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen habe. Die Ermittlungen gehen auf eine Strafanzeige eines Hamburger Rechtsanwalts zurück. Sein Vorwurf: Die Lufthansa überbuche systematisch und zugleich unrechtmäßig die Flüge.
Eine Sprecherin der Fluglinie bezeichnete die Strafanzeige als unberechtigt. Überbuchungen seien allgemein üblich. Im vergangenen Jahr hätten rund 5,6 Millionen Passagiere der Lufthansa ihren Flug nicht angetreten. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens etwa 14.400 Jumbo-Jets, die ohne einen einzigen Passagier geflogen wären. Auf Grund der Überbuchungen hätten jedoch knapp eine Million Menschen noch einen Platz im Flugzeug erhalten.